Kurz vor Weihnachten dürfte die Zahl der Menschen mit Zukunftsängsten um etwa 8000 gestiegen sein. BMW kündigte nämlich an (trotz Millionengewinne) 8000 Stellen abzubauen - die Aktionäre wollen schließlich dass die Rendite passt. Nun ja, man muss als Vorstandsmitglied eben Prioritäten setzen. Da kann man den einfachen Arbeiter nicht einem Schwippschwager vorziehen.
Doch was sagt die IG-Metall dazu? Richtig: Da in erster Linie Zeitarbeiter vom Stellenabbau betroffen sind, rühren sie keinen Finger. Schließlich wird der Abbau laut IG-Metall auch “einvernehmlich mit den Arbeitnehmern” stattfinden - alles in Ordnung also.
Das es hier um Menschen geht die hier wie Ware “abbestellt” werden, kommt keinem “Arbeitnehmervertreter” in den Sinn. Wieso auch? Die IG-Metall bezieht ihre Gelder in erster Linie vom Stammpersonal. Wen interessieren da Zeitarbeiter? Die müssen doch ohnehin flexibel und mobil sein, das ist schließlich deren Job und heutzutage vollkommen normal!
Also Herr Zeitarbeiter, gönnen Sie sich eine kleine Auszeit! Wir rufen Sie an sobald wir etwas neues für Sie haben. Und wenn Sie bei der neuen Arbeitsstelle fleißig und zuverlässig sind, besteht auch die Chance auf eine Übernahme. Ansonsten: Frohe Weihnachten!
MÜNCHEN. Ein 76-jähriger Rentner aus Bogenhausen fuhr am Donnerstag, 20.12.2007, gegen 22.00 Uhr, vom Max-Weber-Platz mit der U 4 in Richtung Arabellapark. Im Waggon saßen zwei jüngere, dunkel gekleidete Männer, die rauchten. Der Rentner sprach sie an und bat sie, die Zigaretten auszumachen. Daraufhin beschimpften ihn die Beiden, die gebrochen deutsch sprachen und möglicherweise aus Osteuropa stammen, als „Scheiß Deutscher“ und bespuckten ihn. Der Rentner stand daraufhin auf und begab sich im Waggon weiter nach vorne. Von den ca. 15 bis 20 weiteren Fahrgästen wagte es niemand, sich einzumischen.
An der Endhaltestelle Arabellapark stieg der Rentner aus, um nach Hause zu gehen. Die beiden jungen Männer aus der U-Bahn folgten ihm. Im ansonsten menschenleeren Zwischengeschoss griffen sie ihn schließlich von hinten an.
Durch einen Faustschlag gegen den Kopf ging der Rentner sofort zu Boden. Nun schlugen und traten die beiden Täter auf den am Boden liegenden hilflosen Mann ein, wobei mehrfach gegen den Kopf und ins Gesicht des Opfers getreten wurde. Schließlich nahm einer der Täter Anlauf und trat so kräftig gegen den Kopf des Mannes, dass er anschließend humpelte. Leblos blieb der Rentner am Boden liegen. Neben ihm lag sein Rucksack. Diesen nahm einer der Täter an sich, bevor sie in unbekannte Richtung flüchteten.
Ein kurz darauf zufällig vorbeikommender Passant verständigte sofort die Polizei.
Der Rentner musste mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik eingeliefert werden. Er erlitt bei dem Überfall zahlreiche Schädelfrakturen mit Einblutungen in das Gehirn. Sein Zustand ist noch immer kritisch.
Bei dem geraubten Rucksack des Opfers handelt es sich um einen blauen „Eastpack-Rucksack“ mit folgendem Inhalt:
Eine Olympus-Analogkamera 35-150 mm, ein Sudoku-Spiel, fünf World- und Press-Magazine, ein Rätselblock, ein Kamm sowie ein Abholschein für Fotos bei einem dm-Markt.
Täterbeschreibung:
Beide um die 25 Jahre alt, schätzungsweise 175 bis 180 cm groß, vermutlich Osteuropäer, beide trugen schwarze Wollmützen und waren dunkel gekleidet. Bei einem Täter sind auffallend helle Querstreifen im Brustbereich der Jacke zu sehen und helle Streifen unterhalb der Ärmel.
Zeugenaufruf:
Wer war in der besagten U 4 und hat den Vorfall beobachtet? Die Mordkommission bittet alle Fahrgäste, sich als Zeugen zu melden. Wer kennt möglicherweise die beiden Täter oder hat sie bei anderer Gelegenheit wahrgenommen? Wer kann sonstige Hinweise, z.B. zum Raubgut, geben?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 111, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Auslobung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung dieses brutalen Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 € ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.